Wer sich in den letzten Jahren durch die Regale der Dampferwelt probiert hat, dürfte einen Trend bemerkt haben: Viele Liquids werden immer süßer. Immer kälter. Immer intensiver.
Oder anders gesagt: Irgendwo aus Richtung Sonnenaufgang scheint die Idee entstanden zu sein, dass ein Liquid nur dann gut ist, wenn es geschmacklich mit der Tür ins Haus fällt. Drei Meter Anlauf, volle Wucht auf die Geschmacksknospen und zur Sicherheit noch eine ordentliche Portion Cooling hinterher.
Für die ersten Züge funktioniert das oft erstaunlich gut. Das ist übrigens kein Zufall. Süße funktioniert sofort. Cooling funktioniert sofort. Beides sorgt dafür, dass ein Liquid beim ersten Zug Eindruck hinterlässt.
Die spannendere Frage beginnt erst danach. Denn ein Liquid wird nicht einmal gedampft. Es wird über Tage, Wochen oder sogar Monate genutzt. Und genau dort trennt sich häufig die Spreu vom Weizen.
Möchte man dieses Liquid auch noch nach einer Woche dampfen? Nach dem fünften Tank? Nach dem zehnten?
Genau aus dieser Frage heraus entstand die neue Drips Reihe von The Taste.
Wie entsteht eigentlich eine neue Liquid-Reihe?
Wir bringen neue Produkte nicht heraus, weil der Kalender sagt, dass es Zeit für etwas Neues wird. Neue Produkte entstehen bei uns meistens dann, wenn irgendwo zwischen Büro, Lager, Store oder Kaffeepause plötzlich eine Idee auftaucht, die uns nicht mehr loslässt.
Dann wird ausprobiert. Getestet. Verworfen. Neu gemischt. Und wieder getestet. Manchmal über Wochen. Manchmal über Monate.
Die bisherigen Eigenmarken und Produktreihen kamen bei vielen Dampfern extrem gut an. Die Verkaufszahlen, die Nachkaufraten und die vielen positiven Rückmeldungen zeigen uns immer wieder, dass sich diese Zeit lohnt.
Denn Dampfer merken ziemlich schnell, ob ein Produkt einfach nur veröffentlicht wurde oder ob sich jemand wirklich Gedanken gemacht hat.
Wer noch nie an der Entwicklung eines Liquids beteiligt war, stellt sich diesen Prozess oft deutlich einfacher vor, als er tatsächlich ist. Eine Idee ist schnell gefunden. Die eigentliche Herausforderung beginnt erst dann, wenn diese Idee nicht nur auf dem Papier gut klingt, sondern später auch im Tank funktionieren soll.
Oft sind es winzige Veränderungen, die am Ende den Unterschied machen. Ein Hauch mehr Cooling. Eine Spur weniger Süße. Eine leicht veränderte Gewichtung einzelner Aromen.
Manchmal sind es Dinge, auf die man erst mit jahrelanger Erfahrung kommt. Wenn z. B. das Aroma einer völlig anderen Frucht in einer Winzigkeit, die nicht mal einem Tropfen pro 10 ml entspricht, hinzugegeben wird, entsteht aus einem „schmeckt ok“ ein „DAS IST ES!“.
Kleine Anpassungen, die auf dem Papier kaum auffallen, beim Dampfen aber plötzlich ein völlig anderes Ergebnis liefern können.
Gab es eine spezielle Idee hinter den Drips?

Eigentlich eine erstaunlich einfache: Der Geschmack sollte wieder im Mittelpunkt stehen.
Nicht die Süße. Nicht die Kälte. Nicht die Frage, wie viele Aromen man gleichzeitig in eine Flasche bekommt.
Natürlich dürfen Liquids intensiv sein. Sonst gäbe es Passion Berry nicht. Aber Intensität sollte den Geschmack unterstützen und nicht ersetzen.
Genau deshalb bestehen die Drips nicht aus wilden Aroma-Konstruktionen mit acht verschiedenen Früchten, drei Coolern und einem halben Chemiebaukasten. Stattdessen haben wir uns auf drei Sorten konzentriert, hinter denen wir wirklich stehen.
Sind einfache Geschmäcker schwieriger als komplexe?
Auf den ersten Blick klingt es logisch: Je mehr Aromen ein Liquid enthält, desto aufwendiger muss die Entwicklung sein. In der Praxis ist das oft überraschend anders.
Wenn ein Geschmack noch nicht ganz überzeugt, gibt es viele Möglichkeiten, ihn zu verändern. Etwas mehr Süße. Etwas mehr Cooling. Noch ein zusätzliches Aroma. Oder vielleicht gleich zwei. Plötzlich schmeckt alles intensiver.
Das Problem dabei: Intensiver und besser sind nicht automatisch dasselbe. Die eigentliche Herausforderung beginnt dort, wo man bewusst darauf verzichtet.
Wie entwickelt man eine gute Kiwi, ohne sie hinter fünf anderen Früchten zu verstecken? Wie macht man eine Kirsche interessant, ohne daraus einen kompletten Obstkorb zu machen? Und wie schafft man es, dass eine Passionsfrucht auch nach dem zehnten Tank noch Spaß macht?
Genau solche Fragen haben uns während der Entwicklung der Drips beschäftigt. Denn je weniger Zutaten im Mittelpunkt stehen, desto wichtiger wird jede einzelne Entscheidung.
Ein bisschen mehr Süße kann plötzlich zu viel sein. Ein wenig mehr Cooling verändert auf einmal das komplette Geschmacksbild. Und ein Aroma, das in kleiner Dosierung perfekt funktioniert, kann das gesamte Liquid aus dem Gleichgewicht bringen, wenn man es nur minimal erhöht.
Deshalb waren die Drips teilweise deutlich aufwendiger zu entwickeln, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Nicht weil sie möglichst kompliziert sein sollten. Sondern weil sie bewusst nicht kompliziert werden sollten.
Aus welchem Grund startet die Drips Reihe mit diesen Sorten?
Ganz ehrlich? Weil wir nicht im luftleeren Raum entwickeln.
Natürlich fließen eigene Vorlieben und Ideen mit ein. Schließlich müssen wir selbst begeistert von einem Produkt sein, wenn wir viele Monate unserer Zeit in die Entwicklung investieren.
Gleichzeitig sehen wir jeden Tag, welche Geschmacksrichtungen bei Dampfern tatsächlich funktionieren. Wir sehen, welche Liquids gekauft werden. Welche Sorten regelmäßig nachbestellt werden. Und welche Produkte auch nach Monaten oder Jahren noch zu den Favoriten vieler Kunden gehören.
Die Auswahl von Passion Berry, Dark Cherry und Kiwi Kaktus entstand deshalb nicht zufällig. Sie ist das Ergebnis aus dem, was wir selbst gerne dampfen, und dem, was viele unserer Kunden seit Jahren besonders schätzen.
Passionsfrucht und Beeren gehören seit Jahren zu den beliebtesten Fruchtkombinationen überhaupt. Kiwi Kaktus zählt längst zu den modernen Klassikern der Dampferwelt. Und auch Kirsche besitzt eine treue Fangemeinde, die immer wieder zeigt, dass gute Kirschliquids zeitlos sein können.
Denn am Ende bringt die kreativste Idee wenig, wenn sie später niemand dampfen möchte.
Darum sind es nur drei Sorten.
Mehr ist nicht automatisch besser. Viele neue Reihen starten heute direkt mit sechs, acht oder noch mehr Geschmacksrichtungen. Das sieht im Regal beeindruckend aus. Macht die Entscheidung aber nicht unbedingt leichter.
Bei den Drips haben wir uns bewusst auf drei Sorten konzentriert. Nicht, weil uns die Ideen ausgegangen wären. Sondern weil wir lieber mit drei Liquids starten wollten, hinter denen wir vollständig stehen, statt das Sortiment künstlich aufzublähen.
Qualität entsteht nicht dadurch, dass möglichst viele Sorten auf den Markt kommen. Sondern dadurch, dass die richtigen Sorten auf den Markt kommen.
Passion Berry - die kühlste Sorte der Reihe.

Passion Berry kombiniert die exotischen Noten der Passionsfrucht mit dunklen Beeren- und Waldfruchtaromen. Wer die beiden The Taste Bestseller Fresh Peach Passion Fruit und Fresh Wild Berries kennt, wird vermutlich sofort verstehen, warum diese Kombination so gut funktioniert.
Passion Berry ist die kühlste Sorte der neuen Drips Reihe. Bewusst.
Gerade fruchtige Kombinationen aus Beeren, Passionsfrucht und Frische werden von vielen Dampfern etwas kälter bevorzugt. Deshalb haben wir hier beim Cooling etwas mutiger abgestimmt als bei den beiden anderen Sorten.
Nicht um Geschmack zu überdecken. Sondern um ihn zu unterstützen.
Das Ergebnis ist ein intensives Fruchtprofil mit einer deutlich spürbaren Frische, die perfekt zu dieser Geschmacksrichtung passt.
Was erwartet dich bei Dark Cherry?
Kirschliquids gibt es viele. Wirklich gute Kirschliquids deutlich weniger.
Dark Cherry setzt auf den Geschmack reifer, dunkler Kirschen und verzichtet bewusst darauf, die Frucht unter einer Eiszeit zu begraben.
Eine angenehme Frische ist natürlich vorhanden. Sie hält sich jedoch bewusst im Hintergrund und gibt der Kirsche den Raum, den sie verdient.
Je nach Gerät und Leistung zeigt Dark Cherry dabei unterschiedliche Facetten. Mal etwas süßer, mal etwas spritziger, aber immer mit einer klar erkennbaren Kirschbasis.
Denn manchmal reicht eine gute Kirsche eben vollkommen aus.
Warum gehört Kiwi Kaktus zu den beliebtesten Kombinationen überhaupt?
Weil manche Kombinationen einfach funktionieren.
Kiwi Kaktus gehört seit Jahren zu den bekanntesten und beliebtesten Geschmacksrichtungen im Dampferbereich. Die fruchtige Kiwi bringt Süße und eine angenehme Säure mit. Die Kaktusfrucht sorgt für die besondere, leicht exotische Note, die viele Dampfer an dieser Kombination schätzen.
Auch hier ist eine angenehme Frische vorhanden. Nicht dominant. Nicht aufdringlich. Sondern genau so dosiert, dass die Frucht im Mittelpunkt bleibt.
Dadurch entsteht ein Liquid, das sich hervorragend als Allday eignet und auch nach längerer Zeit nicht langweilig wird.
The Taste Drips - in Baden-Württemberg entwickelt und gefertigt.

Von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt entstehen die Drips hier im Ländle – also in Baden-Württemberg. Für uns ist das mehr als nur ein Herkunftshinweis auf dem Etikett.
Die Entwicklung findet hier statt. Die Abstimmungen finden hier statt. Die Entscheidungen finden hier statt.
Wenn uns während einer Testphase etwas nicht gefällt, müssen keine langen Kommunikationswege über mehrere Länder oder Zeitzonen hinweg organisiert werden. Wir können reagieren. Direkt. Rezepte anpassen. Vergleichen. Neu testen.
Und genau das haben wir bei den Drips immer wieder getan. Genau deshalb stehen am Ende auch nur Produkte im Regal, hinter denen wir selbst stehen.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum die erfolgreichsten Liquids oft gar nicht die spektakulärsten sind. Sondern diejenigen, die man auch nach dem zehnten Tank noch gerne dampft.





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