Grundwissen E-Zigarette: Alles über Akkuträger und Akkus

Als Neuling auf dem Gebiet des Dampfens braucht man erst Mal eines: einen ersten Überblick über die Fachbegriffe, um die grundlegenden Dinge und Zusammenhänge zum Thema Akkuträger, Akkus, Akku-Sicherheit und elektrische Zigaretten zu verstehen. Ehrlich gesagt scheint es am Anfang auch alles sehr verwirrend zu sein. Ist es aber wirklich nicht, wenn man erst Mal die grundlegenden Dinge verstanden hat! Aus diesem Grund haben wir für Euch die Grundlagen übersichtlich und verständlich zusammengefasst.

Grundsätzliches zum Thema Akkuträger

Ein Akkuträger, auch Mod genannt, ist ein Träger bzw. ein Gehäuse für einen auswechselbaren Akku oder einen fest verbauten Akku. Er ist jedoch nicht nur ein reines Gehäuse, sondern hat in den meisten Fällen auch eingebaute Elektronik, die benötigt wird, um einen Verdampfer zu betreiben. Moderne Akkuträger haben heute meist auch ein Display, auf dem alle Einstellungen übersichtlich angezeigt werden. Akkuträger unterscheiden sich unter anderem in ihrer maximalen Ausgangsleistung, die in Watt angegeben wird (siehe unten).

Welche Arten von Akkuträgern gibt es?

Mechanische Akkuträger

Ein mechanischer Akkuträger hat keine Elektronik. Mechanische Akkuträger sind einfach nur eine Vorrichtung, um Strom aus dem Akku zur Wicklung, also in den Verdampfer, zu befördern. Es existiert keine regelnde Elektronik und keine Art von Sicherung. Durch einen Kontakt, den Feuertaster, wird ein Stromkreis geschlossen und dann kann schon los gedampft werden.

Geregelte und ungeregelte Akkuträger

Man unterscheidet weiterhin zwischen geregelten und ungeregelten Akkuträgern.

Ein ungeregelte Akkuträger hat keine Elektronik verbaut. Dieser Akkuträger besteht lediglich aus einem Metallrohr, einem Ein- und Ausschalter (auch Taster genannt) und der Aufnahme für einen Verdampfer. Bei ungeregelten Akkuträgern muss besonderes Augenmerk auf die Wahl des Akkus gelegt werden, da keine Elektronik dabei hilft, den Akku bezüglich der Sicherheitsaspekte zu überwachen und zu schützen. Für diese Fälle gibt es Akkus mit einer speziellen Schutzelektronik und einer sogenannten sicheren Chemie. Ein mechanischer Akkuträger ist in der Regel ein ungeregelter Akkuträger. Einzige Ausnahme sind ungeregelte Akkuträger, die eine Kurzschlusssicherung verbaut haben und damit nicht zu den mechanischen Akkuträgern gehören.

Ein geregelter Akkuträger hat eine Elektronik verbaut, die ermöglicht, dass der Akkuträger bestimmte Dinge machen kann und bestimmte Einstellungen vorgenommen werden können. Sobald mehr als nur ein Ein- und Ausschalter verbaut sind handelt es sich um einen geregelten Akkuträger. Die Elektronik hat als wichtigste Aufgabe den Schutz des Akkus. Eine weitere Aufgabe der Elektronik eines geregelten Akkuträgers ist es, Spannung und Leistung zu regulieren und zwar je nach vorgenommenen individuellen Einstellungen, die der Dampfer vornimmt. Der Dampfer kann dann, je nach verwendetem Verdampfer, u.a. die Dampfmenge und auch Geschmacksentwicklung regulieren. Dieses nennt man VV oder VW (Betriebsmodi, variable Volt und variable Watt, Erläuterung siehe unten).

Getaktete und ungetaktete Akkuträger

Hat ein Akkuträger eine Elektronik verbaut (geregelter Akkuträger), ist er meistens auch getaktet. Getaktet bedeutet, dass bei schwächer werdendem Akku nicht weniger Leistung beim Verdampfer ankommt, sondern konstant immer die selbe Leistung zum Verdampfer gesendet wird und dadurch die Dampfmenge immer gleich stark ist. Dadurch wird der Akku vor der schädlichen Tiefenentladung bewahrt.

Ein ungetaktete Akkuträger hingegen gibt mit nachlassender Akkuleistung auch weniger Leistung an den Verdampfer ab, wodurch immer weniger Dampf produziert wird. Das ist zum Beispiel bei mechanischen und ungeregelten Akkuträgern der Fall, die keine Elektronik verbaut haben.

All-in-One Geräte

All-in-One-Geräte, auch Hybrid genannt, eignen sich vor allem für Einsteiger. Bei diesen E-Zigaretten sind nämlich Verdampfer, Tank und Akku perfekt aufeinander abgestimmt und bilden eine ideale Einheit und sind dabei sehr handlich und kompakt. Tank- und Verdampfer-Einheit sind zusammen mit dem Akku(träger) verbaut. Der Feuertaster ist dabei dann meist auch der An-und Ausschalter. Komplizierte Einstellungen sind hier nicht vorzunehmen, die Bedienbarkeit ist sehr einfach. Der Nachteil von All-in-One Geräten ist, dass meist keine anderen Verdampfer-Modelle als die vom Hersteller vorgesehenen mit dem Akku kombiniert werden können. Es gibt jedoch auch All-in-One-Geräte, die durch Adapter auch mit anderen Verdampfer-Modellen kompatibel gemacht werden können.

Die Wahl des richtigen Akkuträgers

Aber welcher Akkuträger ist nun der richtige, wie viele Watt und Leistung benötigt man überhaupt? 80 Watt, 100 Watt, 200 Watt - was ist die ideale maximale Ausgangsleistung? Das lässt sich pauschal nicht beantworten und ist ganz davon abhängig, welches Dampfverhalten an den Tag gelegt wird.

Bei einem Akkuträger gibt die maximale Wattzahl den Leistungsbereich an, innerhalb dessen der Dampfer sich beim Dampfen bewegen kann. Das hängt natürlich ganz von der Dampftechnik und dem Dampfverhalten ab. Zum Backendampfen benötigt man zum Beispiel relativ wenig Watt - die ideale Dampf- und Geschmacksentwicklung wird dabei meist zwischen 8 und 15 Watt erzielt. Für das Lungendampfen hingegen werden höhere Wattbereiche benötigt. Auch hier hängt das ganz von der Technik des Dampfens ab und von den individuellen Vorstellungen und Vorlieben, zum Beispiel wie groß und stark die Dampfwolken sein sollen. Meist erstreckt sich beim Lungendampfen der ideale Wattbereich zwischen 20 und 80 Watt. Legt man Wert auf riesige, gigantische Dampfwolken muss man sich in Bereichen von 100 und mehr Watt bewegen. Es gibt auch viele Akkuträger, die 200 und mehr Watt erreichen können - das ist fürs Dampfen dahingehend von Vorteil, dass man sehr lange dampfen kann ohne den Akku zu laden.

Betriebsmodi

Wie bereits beschrieben können bei geregelten Akkuträgern Dank der Modi viele nützliche Einstellungen vorgenommen werden. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen haben wir die wichtigsten Betriebs-Modi, die die meisten Akkuträger haben, zusammengefasst.

VV, VW:

Steht für variable Volt und variable Watt. Sowohl Watt als auch Volt lassen sich per Einstellungen am Akkuträger regeln und individuell einstellen und können dadurch bezüglich Geschmacksentwicklung und produzierter Dampfmenge an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

TC, VCT:

Steht für “Temperature Control” und “Variable Temperature Control”. Immer mehr Akkuträger ermöglichen das Temperaturgeregelte Dampfen, eine besonders schonende Möglichkeit des Dampfens. Hierbei hat man die Möglichkeit, die maximale Wattzahl und die maximale Temperatur per Einstellungen im Akkuträger festzulegen. Das bringt zwei entscheidende Vorteile mit sich: zum einen entstehen keine Schadstoffe am Coil, denn wenn zu wenig Liquid nachfließt oder der Coil zu heiß wird merkt das der Akkuträger und riegelt sofort ab. Zum anderen wird dadurch das Kokeln verhindert. Unter Kokeln versteht man den unangenehmen, verbrannten und kokeligen Geschmack der entsteht, wenn man an seiner Elektrischen Zigarette zieht, aber nicht mehr genügend Liquid im Tank vorhanden ist.

Bypass-Modus:

Dieser Modus simuliert einen mechanischen Akkuträger. Das bedeutet dass in diesem Modus simuliert wird, dass mit sinkendem Akkuladestand auch die Dampfleistung zurückgeht. Im Gegensatz zum Dampfen mit mechanischen Akkuträgern bleibt jedoch im Bypass-Modus die Schutzelektronik aktiv.

Smart-/ Start-Modus:

Dieser Modus soll Einsteigern die Konfiguration und das Einstellen der Elektrischen Zigarette erleichtern und von vornherein Fehler vermeiden. Hierfür wird der Widerstand des Verdampferkopfes ausgelesen und eine empfohlene Wattzahl automatisch eingestellt. Diese Wattzahl kann dann aber dennoch noch individuell angepasst werden. Dies ist v.a. dann sinnvoll, wenn man häufig zwischen verschiedenen Verdampfern wechselt, denn man muss dann nicht jedes Mal wieder die Einstellungen anpassen und ändern.

CCW-Modus:

Steht für Custom Curve of Wattage. Dieser Modus stellt eine Erweiterung des klassischen Watt-Modus war. Der Dampfer kann in diesem Modus die Wattzahl je Zugsekunde festlegen.

CCT-Modus:

Steht für Custom Curve of Temperature. Hierbei handelt es sich um eine Erweiterung des bekannten Temperaturmodus. Hierbei lässt sich die maximale Temperatur des Heizdrahtes über die Zugdauer hinweg auf die Sekunde genau einstellen.

Akkus

Der Akku ist das Herzstück einer elektrischen Zigarette, denn ohne Akku kein Dampf. Die verschiedenen Akkus unterscheiden sich in erster Linie in ihrer Ladekapazität und ihrer Größe. Nicht jede Größe passt in jeden Akkuträger. Alle Akkus von E-Zigaretten haben eine Leistung, die in mAh angegeben wird. In der Regel haben Akkus eine Lebensdauer von 300 bis 500 Ladezyklen. Mit jedem Laden verliert der Akku also etwas von seiner Kapazität und der Zeitraum bis zum nächsten nötigen Aufladen wird immer kürzer, je mehr Ladezyklen durchlaufen wurden. Auch bei falschem Ladestrom verkürzt sich im Übrigen die Lebensdauer eines Akkus.

Ein Akku besteht aus verschiedenen Bestandteilen, die immer unbeschädigt sein müssen. Im schlimmsten Fall kann ein beschädigter Akku nämlich durchaus explodieren. Aber keine Sorge: beachtet man alle Schutzmaßnahmen und geht fürsorglich mit den Akkus um, ist das Risiko sehr sehr gering.

Ein Akku besteht aus folgenden Bestandteilen:

  • dem Akkukörper an sich
  • einem Plus- und Minuspol
  • einem Isolator, der sich am Pluspol befindet (dieser soll verhindern, dass es unbeabsichtigt zu einem Kontakt zwischen dem Pluspol und dem Akkugehäuse, dem Minuspol, gibt, denn dies kann zu einem Kurzschluss führen.)
  • ggf. Schutzschaltungen
  • eine Ummantelung - ist die Folie beschädigt muss der Akku nicht unbedingt entsorgt werden. Man kann einfach einen neuen Schrumpfschlauch darüber anbringen oder mit Isolierband arbeiten um den Riss zu reparieren.

Welche Akkus gibt es?

Spricht man bei der Elektrischen Zigarette von Akku gibt es zwei unterschiedliche Arten, zwischen denen man erst einmal grundsätzlich unterscheiden muss.

Zum einen den Akku als Batterie für den Akkuträger, die in den Akkuträger eingesetzt wird und zum Aufladen entnommen wird.

Zum anderen bezeichnet man als Akku auch eine Batterie, die aus einer Hülse, einem Taster und auch Elektronik besteht - alles drei ist dabei fest miteinander verbaut. Diese Art an Akkus findet man häufig bei Einsteigergeräten, auch diese Art Akkus sind grundsätzlich wiederaufladbar.

Ganz grundsätzlich kann man weiterhin zwischen geschützten und ungeschützten Akkus unterscheiden.

Geschützte Akkus

Geschützte (protected) Lithium Ionen Akkus sind mit verschiedenen Schutzmechanismen ausgestattet. Zum einen sind sie gegen Über- (höher als 4,2 Volt) und Unterspannung (weniger als 3 Volt) geschützt. Zum anderen haben geschützte Akkus einen Kurzschluss- und Verpolungsschutz. Die geschützten Akkus haben eine kleine Platine verbaut und es führt ein Draht vom Minuspol des Akkus hin zur Platine. Alleine auf die Schutzmechanismen darf man sich aber natürlich als Dampfer nicht verlassen. Aufgrund der Schutzmechanismen verlängert sich die Größe des Akkus, denn sie befinden sich in einer Platine am Pol – dadurch entstehen die sogenannten „Nippel“ oder „Nuppel“, die dazu führen können, dass der Akku nicht mehr in jeden Akkuträger passt. Viele Hersteller haben aus diesem Grund eine Feder in den Deckel des Akkuträgers eingebaut, damit auch geschützte Akkus inkl. Nuppel/Nippel in ihre Akkuträger passen.

Ungeschützte Akkus

Ungeschützte (unprotected) Lithium Ionen Akkus haben keine integrierten Schutzmechanismen. Gefährlich kann es dann werden, wenn ein ungeschützter Akku ausgast, denn dann kann der Akku explodieren. Aus diesem Grund und um das Risiko zu minimieren bzw. auszuschließen verfügen die meisten Akkuträger heutzutage über ein oder mehrere Entgasungsloch/ -löcher im Deckel.

Bezeichnung und Kennzeichnung der gängigen Akkuarten

Sicherlich habt ihr im Zusammenhang mit Akkus auch schon etwas von der Bezeichnung 18650, 18500 etc. gehört. Anhand der Zahlen kann man die Größe und die Art des Akkus ableiten. Die ersten beiden Zahlen stehen für den Durchmesser des Akkus in mm, die nächsten beiden Zahlen für seine Länge in mm. Die letzte Zahl ist die Bezeichnung für die Bauart (zum Beispiel rund).

  • 18650: Durchmesser 18 mm, Länge 65 mm, Bauart rund (0)
  • 18500: Durchmesser 18 mm, Länge 50 mm, Bauart rund (0)
  • 18350: Durchmesser 18 mm, Länge 35 mm, Bauart rund (0)
  • 14500: Durchmesser 14 mm, Länge 50 mm, Bauart rund (0)
  • 16850: Durchmesser 16 mm, Länge 85 mm, Bauart rund (0)
  • 26650: Durchmesser 26 mm, Länge 65 mm, Bauart rund (0)
  • ...

Arten von Lithium-Ionen-Akkus:

Grundsätzlich verwenden alle Akkuträger heutzutage Lithium-Ionen-Akkus. Deren großer Vorteil ist neben ihrer Spannung und Kapazität, dass sie wieder aufladbar sind. Doch dies stellt nur einen Überbegriff dar - es gibt zahlreiche unterschiedliche Arten, unter anderem:

  • ICR Lithium-Cobalt / Li-Co
  • ICR Lithium-Cobalt / Li-Co
  • IMR Lithium-Mangan / Li-Mn
  • IMR Li-Ni-Co-Mn
  • ...

Watt, Volt, Ohm….?

Bei Volt geht es um die elektrische Spannung, die von der Stromquelle, bei der Elektrischen Zigarette also in der Regel dem Akku, zur Verfügung gestellt wird. Der Strom wird benötigt, um die Heizwendel im Verdampferkopf zu betreiben, damit letztendlich das Liquid verdampfen kann. In der Regel liegt die Spannung beim Dampfen zwischen drei und fünf Volt.

Die Leistung, die der Akkuträger erbringt, wird in Watt gemessen. Sie hängt zum einen von der Spannung ab, zum anderen vom Widerstand, der durch den Verdampfer aufgebaut wird. Dabei gilt: je geringer der Widerstand im Verdampfer, desto mehr Strom kann schlussendlich durchfließen und desto höher die benötigte Energie aus dem Akku.

Der Widerstand des Verdampfers wird in Ohm (Ω) angegeben. Daraus lässt sich mit Hilfe des Ohmschen Gesetzes die elektrische Leistung berechnen. Der Widerstand eines Verdampfers oder Verdampferkopfes/Coils hängt von der Wicklung und der Drahtstärke ab und kann ansonsten nicht geändert werden, nur durch Austausch der Coils oder eine neue Wicklung.

Der elektrische Widerstand ist ein Maß dafür, welche elektrische Spannung (Volt) erforderlich ist, um eine bestimmte elektrische Stromstärke durch die Heizwendel im Verdampferkopf zu leiten. In Abhängigkeit von der Spannung und des Widerstandes wird eine bestimmte Leistung (Watt) am Verdampferkopf erzeugt.

Ohmsches Gesetz

Das Ohmsche Gesetz beschreibt den Zusammenhang zwischen Spannung (U), Stromstärke (I) und Widerstand (R). Vor allem Selbstwickler sollten die folgende Formeln kennen:

  • U = R x I
  • R = U / I
  • I = U / R

Die abgegebene Leistung P (in Watt) berechnet sich wie folgt:

P = U x I

Folgende Faustregeln könnt ihr berücksichtigen:

  • Je höher die Spannung (U) umso mehr Leistung und Dampf
  • Je höher die Stromstärke (I) umso mehr Leistung und Dampf
  • Je niedriger der Widerstand (R) desto mehr Leistung und Dampf

Zwei Widerstände, die parallel geschaltet sind lassen mehr Strom fließen als ein einzelner derselben Stärke. Hat man beispielsweise zwei 1,0 Ω- Widerstände ergibt dies einen Gesamtwiderstand von 0,5 Ω. Dadurch erreicht man dann auch die doppelte Stromstärke und doppelte Leistung, denn der Strom hat dann mehr Möglichkeiten und Wege, an sein Ziel (Verdampferkopf) zu gelangen.

Was ist die ideale Ladekapazität eines Akkus? Wie berechnet man die Leistungsdauer eines E-Zigaretten Akkus?

Als Faustregel zur idealen Akkuladekapazität eines E-Zigaretten-Akkus gilt:

Je höher die Kapazität (mAh, Milliamperestunden) eines Akkus, desto länger hält er durch und desto länger der Zeitraum bis zum nächsten notwendigen Aufladen. Ein geringerer Widerstand des Verdampfers (in Ohm angegeben) macht ein früheres Aufladen des Akkus notwendig. Verlangt man dem Akku mehr Leistung (in Watt) ab, wird dieser um so schneller leer sein.

Folgendes solltet ihr beachten:

  • Je niedriger der elektrische Widerstand des Verdampfers in Ohm, desto höher der Energieverbrauch und je kürzer die Nutzungsdauer des Akkus (niedrigohmige Verdampfer)
  • Wer einen höherohmigen Verdampfer verwendet, verringert den Energieverbrauch und verlängert damit die Akkulaufzeit. Auch der Liquidverbrauch geht dadurch zurück.
  • Je höher die Leistungsabgabe in Watt/Volt, desto kürzer die Nutzungsdauer des Akkus
  • Je mehr Züge pro Stunde stattfinden, desto kürzer die Nutzungsdauer des Akkus
  • Je länger diese Züge wiederum sind, desto kürzer die Nutzungsdauer des Akkus

Welche Variante man nun bevorzugt und welche Ohmzahl am besten ist, ist eine sehr individuelle Angelegenheit und hängt vom eigenen Geschmack und den eigenen Vorlieben und Erwartungen ab.

Es gibt sogenannte Sub-Ohm-Verdampfer, die mit Ohm-Werten von unter 1,0 arbeiten und tatsächlich sehr viel Strom verbrauchen und für eine geringere Akkulaufzeit sorgen. Ein solch niedriger Widerstand kann und darf nicht mit jedem Akkuträger eingesetzt werden. Regelbare Akkuträger haben teilweise Abschaltautomatiken, die beim niedrigohmigen Dampfen eingreifen, um einen Kurzschluss zu verhindern. Von daher sollte immer darauf geachtet werde, dass ein Akkuträger auch Sub-Ohm-geeignet ist.

Abhängig von der Leistungsabgabe (in Watt, Volt) und dem Widerstand (in Ohm) sollte man als Anhänger des Lungendampfens idealerweise Akkuträger mit 2 oder mehr Akkus wählen. Für das Lungendampfen wird in der Regel eine hohe Akkukapazität benötigt, man muss dann entweder die Akkus regelmäßig aufladen, Tauschakkus verwenden oder höherohmige Verdampferköpfe verwenden, da dadurch der Widerstand steigt und weniger Energie verbraucht wird.

Akku-Sicherheit

Bei technisch komplexen Akkuträgern und Verdampfern ist es absolut ratsam, ausschließlich qualitativ hochwertige Akkus zu verwenden, um Kurzschlüsse und damit Defekte zu vermeiden. Diese Akkus sollten dann wiederum dem empfohlenen und gewünschten Leistungsbereich und der notwendigen Stromstärke entsprechen.

Die US-Verbraucherorganisation CASAA hat einen umfassenden Leitfaden zur Akku-Sicherheit für Nutzer von Elektrischen Dampfgeräten erarbeitet und veröffentlicht. Die IG-ED (Interessengemeinschaft E-Dampfen e.V.) hat diesen ins Deutsche übersetzt. Der Leitfaden beschreibt ausführlich und umfassend, wie Akkus hergestellt werden, wie sie funktionieren und wodurch sie beschädigt werden können. Daraus können 12 sehr klare und einfache Grundregeln abgeleitet werden, die unbedingt beachtet werden sollten um kein Risiko einzugehen, denn im schlimmsten Fall kann es zu explodierenden Akkus kommen. Dieser Leitfaden ist jedoch nicht nur für Anfänger und Neueinsteiger interessant, sondern auch für erfahrene Dampfer, denn beim Thema Sicherheit lernt man nie aus.

Die 12 Grundregeln zum Thema Akku-Sicherheit

  1. Du musst Dein Gerät kennen, denn jedes einzelne Gerät hat ganz spezielle und individuelle Energieanforderungen, die die entsprechenden Akkus auch mindestens erfüllen sollten.
  2. Du darfst nichts an deinem Gerät verändern, v.a. dürfen die Lüftungslöcher oder -schlitze auf keinen Fall blockiert werden, denn dann funktioniert u.a. die Kühlung nicht und auch ein Entweichen von Batterie-Gasen ist im Ernstfall nicht möglich.
  3. Du solltest ausschließlich Qualitätsakkus aus vertrauenswürdigen Quellen kaufen und verwenden, die mindestens die Anforderungen Deines Gerätes erfüllen. Billige oder gar gebrauchte Akkus sind nicht vertrauenswürdig und sollten nicht verwendet werden.
  4. Du solltest keinesfalls umgelabelte Akkus kaufen, denn diese sind oft Fälschungen und stellen ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Akkus von namhaften Markenhersteller von vertrauenswürdigen Händlern sind zu präferieren, denn dann kannst du von einer sicheren Herkunft ausgehen.
  5. Akkus sollten immer in geeigneten Kunststoffbehältern oder speziellen Akku-Hüllen transportiert und gelagert werden um gegebenenfalls Beschädigungen und Kurzschlüsse in allen Fällen zu vermeiden.
  6. Du solltest die Nennbelastbarkeit Deines Akkus niemals überschreiten. Nach einer hohen Belastung sollte Dein Akku erst einmal ruhen um Risiken zu minimieren.
  7. Akkus dürfen nicht fallen gelassen werden. Sollte es zu einem Sturz kommen so musst du den Akku sorgfältig auf eventuelle äußere Beschädigungen untersuchen, denn auch im Inneren können durch Stürze gefährliche Beschädigungen entstehen.
  8. Dein Akku sollte keinen extremen Temperaturen und auch keinen extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt werden. Bei sehr niedrigen Temperaturen kann es zum Gefrieren oder auch Brechen des Elektrolyts kommen. Ist die Temperatur dagegen zu hoch kann das Elektrolyt austrocknen. Beschädigtes Elektrolyt ist einer der zentralen Gründe, die zu einer gefährlichen Entgasung oder auch einem Brand führen können.
  9. Worauf Du auf jeden Fall achten musst ist, dass dein Akku niemals heiß werden sollte. Eine Erwärmung im normalen Betrieb ist normal, aber wird der Akku heiß musst Du sofort mit dem Dampfen aufhören, denn dann ist Dein Akku defekt. Den heißen, defekten Akku dann im Idealfall direkt an einen feuerfesten und sicheren Ort drinnen oder draußen bringen.
  10. Auch hinsichtlich des Ladegerätes solltest Du sehr achtsam sein: verwende ausschließlich für Lithium-Ionen-Akkus ausgelegte, qualitativ hochwertige Ladegeräte aus vertrauenswürdigen Quellen. Billige Ladegeräte können Akkus zum Beispiel zu schnell laden oder gar überladen, was im schlimmsten Fall zu einer Blasenbildung im Elektrolyt führen kann.
  11. Du solltest Deinen Akku maximal ein Jahr in Benutzung haben und ihn dann austauschen und entsprechend entsorgen. Braucht Dein Akku plötzlich länger zum Aufladen, ist die Akkulaufzeit nicht mehr so lange wie bisher oder erhitzt er sich in der Benutzung stärker als sonst solltest Du den Akku austauschen und fachgerecht entsorgen.
  12. Ist die Hülle Deines Akkus beschädigt solltest Du ihn sofort austauschen und fachgerecht entsorgen, denn der Akku ist dann nicht mehr sicher, es könnte auf eine innere Beschädigung hindeuten.

Ladegeräte

Jede Art von E-Zigarette benötigt ein Ladegerät. Auch hier gilt: bitte ausschließlich qualitativ hochwertige Geräte aus vertrauenswürdiger Quelle verwenden, die alle relevanten Sicherheits- und Qualitätsvorschriften erfüllen.

Laden per USB

Seine E-Zigarette per USB zu laden ist eine bequeme Variante des Ladens. Einfach an den Laptop, Tablet oder PC angesteckt, und schon geht es los. Nachteil ist jedoch, dass aufgrund des relativ geringen Ladestroms der Aufladeprozess sehr lange dauert.

Laden mit einem speziellen Ladegerät für Elektrische Zigaretten

Ein spezielles Akku-Ladegerät für Elektrische Zigaretten holt die maximale Leistungsfähigkeit aus jedem Akku heraus. Am Markt gibt es verschiedene Modelle, bei Doppelladern zum Beispiel kann man parallel immer 2 Akkus laden, bei einem Ladegerät mit vier Akku Schächten können sogar vier Akkus parallel geladen werden. Oft kann bei teureren Ladegeräten über ein Display bequem pro Akku die entsprechende Spannung und Ladezeit abgelesen werden, bei günstigeren Varianten signalisiert ein Blinken, dass der/die Akkus voll geladen ist/ sind.

Sicherlich ist die Ladetechnik und -leistung eines qualitativ hochwertigen und professionellen Ladegeräts besser als die eines durchschnittlichen Akkuträgers, der mit einem Micro-USB-Anschluss ausgestattet ist. Muss nur 1 Akku geladen werden, d.h. ist ein Akkuträger nur mit einem Akku ausgestattet, so kann dieser sicherlich gefahrlos auch per USB geladen werden, ohne ein professionelles externe Ladegerät. Bei zwei oder mehr Akkus wird dem Dampfer jedoch oft auch vom Hersteller empfohlen, eher über ein Ladegerät zu laden, denn es besteht dann immer die Gefahr, dass sich die Akkus in ihrer Spannung unterscheiden und dadurch eine kürzere Lebensdauer bekommen. Manche Akkuträger haben allerdings heutzutage einen Balancer verbaut, der in der Lage ist, die einzelnen Akkus separat zu laden und zu entladen. Bei diesen Akkuträgern ist das interne Laden per USB deutlich sicherer als jede andere Variante.